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Investoren treiben weiterhin den Immobilienmarkt in Griechenland

Der Immobilienmarkt in Griechenland bleibt äußerst aktiv und entwickelt sich weiterhin in erster Linie als investitionsgetriebener Sektor. Der Großteil der Transaktionen im Jahr 2025 entfiel nicht auf den Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum, sondern auf Investitionen in gewerbliche und ertragsgenerierende Immobilien, was den Investitionscharakter des griechischen Immobilienmarktes weiter stärkt.

Nach Angaben der Unabhängigen Behörde für öffentliche Einnahmen (AADE) wurden im vergangenen Jahr Immobilientransaktionen im Gesamtwert von rund 23,5 Mrd. Euro verzeichnet. Diese Zahlen basieren auf den in den Kaufverträgen angegebenen Werten, die über die digitale Plattform myProperty eingereicht wurden, und spiegeln überwiegend die sogenannten objektiven (steuerlichen) Werte wider. Marktteilnehmer weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Transaktionspreise auf dem griechischen Immobilienmarkt deutlich höher lagen.

Statistische Daten bestätigen, dass Gewerbeimmobilien, Ferienimmobilien sowie Wohnungen, die zu Investitionszwecken erworben wurden, weiterhin die dominierenden Segmente des Immobilienmarktes in Griechenland darstellen. Der Anteil der Käufe von selbstgenutztem Wohneigentum bleibt vergleichsweise gering. Im Vergleich zu 2024 ist jedoch ein Anstieg der Erstwohnungskäufe zu verzeichnen, der größtenteils auf staatliche Wohnraumförderprogramme, insbesondere das Programm „My Home 2“, zurückzuführen ist.

Eine Analyse der AADE-Daten zeigt, dass sich rund 19,2 Mrd. Euro des gesamten Transaktionsvolumens im Jahr 2025 auf Eigentumsübertragungen ohne steuerliche Vergünstigungen bezogen. Diese Transaktionen betreffen in der Regel Investitionsimmobilien, darunter Gewerbeobjekte, Ferienimmobilien sowie Wohnungen, die nicht für den dauerhaften Eigenbedarf vorgesehen sind. Der Erwerb von Erstwohnungen machte lediglich etwa ein Siebtel aller Transaktionen im weiteren Immobiliensektor Griechenlands aus.

Insgesamt wurden über die Plattform myProperty 170.664 Immobilienübertragungen ohne Steuerbefreiungen von Notaren eingereicht, wodurch Einnahmen in Höhe von 577,1 Mio. Euro aus der Grunderwerbsteuer erzielt wurden. Die Anzahl dieser Transaktionen ging jedoch im Vergleich zum Vorjahr zurück, was hauptsächlich auf den anhaltenden Preisanstieg auf dem griechischen Immobilienmarkt zurückzuführen ist.

Trotz des hohen Transaktionsvolumens spielt die Bankenfinanzierung weiterhin eine untergeordnete Rolle. Die neu vergebenen Wohnungsbaukredite beliefen sich auf lediglich 2,5 Mrd. Euro, sodass die gesamten Immobilienverkäufe in Griechenland nahezu zehnmal so hoch waren wie das Volumen der neu ausgegebenen Hypothekendarlehen. Dies verdeutlicht, dass ein erheblicher Teil der Marktaktivität weiterhin durch Eigenkapital der Investoren finanziert wird.